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Maßnahmen-Portfolio

Braunkehlchen © Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz- Niederung e.V./ Peter Koch

Habitate für Tiere

Die Nutzung der Umwelt durch den Menschen kann dazu führen, dass Lebensräume verändert oder verloren gehen. Um Arten sowie die biologische Vielfalt zu schützen und zu bewahren, werden diese Lebensraumverluste durch die Schaffung neuer Habitate oder Aufarbeitung geeigneter Lebensräume an anderer Stelle kompensiert.

 

Pfeil rechts Zum Projekt "Fledermausquartier"

 

Pfeil rechts Zum Projekt "Brutvogelhabitat"

 

Pfeil rechts Zum Projekt "Lebensraum für Zauneidechsen"

Sohlschwelle © Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz- Niederung e.V./ Peter Koch

Moorschutz

Moore sind bedeutende Kohlenstoffspeicher und leisten somit einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz. Zusätzlich erfüllen sie zahlreiche andere Ökosystemfunktionen. Moore sind unter anderem für ihre fruchtbaren Böden bekannt und wurden daher durch Melioration für die land- und forstwirtschaftliche Nutzung erschlossen. Dies führte jedoch zur großflächigen Degradierung vieler Moore, die sich nun in einem alarmierenden Zustand befinden. Heute wird verstärkt versucht, eine Vielzahl von Mooren zu renaturieren. Auch der LFV engagiert sich, den Wasserhaushalt in unserer Region durch gezielte Maßnahmen zu regulieren und zu verbessern.

Baumreihe in Blüte © Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz- Niederung e.V./ Peter Koch

Pflanzmaßnahmen

Streuobstwiesen, Baumalleen und Hecken prägen unsere Landschaft und sind wichtige Lebensräume für zahlreiche Tierarten. Feldhecken wirken als Kohlenstoffsenken, schützen vor Erosion und fördern die Biodiversität. Zusätzlich sind Feldgehölze und Streuobstwiesen wertvolle Teile unseres Kulturerbes, da sie früher Obst entlang von Dörfern und Straßen lieferten. Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen. Wir als Verein setzen uns aktiv dafür ein die Vielfalt in der Landschaft durch die Pflanzung verschiedener Gehölze zu fördern.

Rückbau von Stauanlagen © Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz- Niederung e.V.

Entsiegelung

Versiegelte Flächen beeinträchtigen die natürlichen Funktionen des Bodens, weil Niederschläge nicht in den Boden eindringen können, wodurch zahlreiche natürliche Prozesse unterbrochen werden. Durch die Entsiegelung, die gezielte Entfernung von Gebäuden, Fundamenten, asphaltierten Flächen und ähnlichem, können essenzielle Bodenfunktionen wiederhergestellt und Flächen der Natur zurückgegeben werden.

Acker mit Segetalarten © Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz- Niederung e.V./ Peter Koch

Wildkrautacker

Einst waren Ackerflächen mit einer reichen Vielfalt an Ackerbegleitflora weit verbreitet. Doch mit dem Übergang zur intensiven Landwirtschaft kam es zu einem drastischen Rückgang der Biodiversität in der Agrarlandschaft. Die Anlage von Wildkrautäckern und die Schaffung von Flächen mit angepasster, möglichst extensiver Bewirtschaftung sind wichtige Maßnahmen, um die Vielfalt der Ackerbegleitflora zu fördern und Arten wie den Lämmersalat, den Acker-Rittersporn und die Kornblume zu schützen. Zudem bieten sie Lebensraum und Nahrung für zahlreiche Tierarten. 

Waldumbau © Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz- Niederung e.V./ Peter Koch

Waldumbau

In vielen Regionen Brandenburgs sind die Landschaften stark von Nadelforsten geprägt. Diese Monokulturen haben sich jedoch im Laufe der Zeit, als ökologisch instabil und anfällig für Schädlinge erwiesen. Die aktuellen klimatischen Bedingungen begünstigen diese Entwicklung zusätzlich. Der Waldzustandsbericht 2022 zeigt, dass die deutschen Wälder unter Stress stehen. Aus diesem Grund setzen wir uns als Verein dafür ein, unsere Waldflächen umzubauen und nachhaltig zu bewirtschaften, damit sie in Zukunft besser mit Trockenheit und höheren Temperaturen umgehen können. Daher werden die Wälder heute in naturnähere Laub- und Mischbestände umgestaltet. 

Trockenrasen © Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz- Niederung e.V./ Peter Koch

Biotopentwicklung durch landwirtschaftliche Nutzung

Wertvolle Biotope, die durch traditionelle Landnutzungsformen wie Halbtrockenrasen, Feuchtwiesen und Heiden entstanden sind, werden im Laufe der Zeit häufig von aufkommenden Gehölzen verdrängt, wenn die Nutzung eingestellt wird. Um diese Lebensräume zu erhalten, ist es notwendig, die Nutzung oder Pflege fortzuführen oder erneut aufzunehmen. Je nach den spezifischen Gegebenheiten der Fläche und ihres Artinventars können verschiedene Landschaftspflegemaßnahmen zum Einsatz kommen, von angepassten Moortechniken bis hin zur Beweidung durch Schafe und Ziegen.

Ackerumwandlung in Grünland und Streuobstwiese © Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz- Niederung e.V./ Peter Koch

Komplexmaßnahmen
 

Bei Komplexmaßnahmen wird angestrebt, umfassende Naturschutzmaßnahmen zu realisieren, die größere Flächen einbeziehen und eine Vielzahl von Maßnahmen umfassen. Ziel ist es, eine Kombination aus unterschiedlichen Maßnahmen zu schaffen, die den verschiedenen Arten und ihren Habitatansprüchen gerecht wird, um die Vielfalt zu fördern.