Umbau eines alten Pumphauses zum Fledermausquartier
Fledermäuse brauchen geeignete Quartiere für Sommer und Winter. Immer wieder bieten sich ungenutzte Gebäude in der Landschaft an, diese wichtige Funktion durch einen fachgerechten Umbau zu übernehmen. So auch das ehemalige Pumpwerk am Schiaßer See. Lange Zeit stand diese Ruine ohne Zweckbestimmung in der Landschaft und bot eine geeignete Ausgleichsmaßnahme zur Herstellung eines Fledermaushabitats.
Die Planung der Maßnahme begann im Herbst 2022. Die alte Bausubstanz war in der vorliegenden Form nicht geeignet für Fledermäuse. Sommerquartiere für Fledermäuse sind idealerweise ungestörte, dunkle Räume ohne Zugluft, in denen es viele kleine Ritzen und Spalten gibt, um sich zurückzuziehen. Dies wurde durch eine neue Rippendecke verwirklicht mit eingebauten Hohlblocksteinen, welche ausreichend Rückzugsorte bieten.
Winterquartiere müssen frostfrei sein und eine hohe Luftfeuchtigkeit haben, damit die Tiere nicht austrocknen. Die Fensterfronten wurden deswegen zugemauert und in drei Meter Höhe mehrere Ein- und Ausfluglöcher zum Sommerquartier geschaffen. Zudem wurde eine Trennwand eingezogen, welche das Gebäude in Winter- und Sommerquartier teilt. Zur Belüftung wurden mehrere Kunststoffröhren in die Decke eingelassen. Das Gebäude wurde vor Mardern und Waschbären abgesichert.
Das Vorhaben wurde mit der unteren Naturschutzbehörde Teltow-Fläming abgestimmt. Für die Umsetzung der Maßnahmen wurde mit dem Bauunternehmen Frank Lamprecht aus Hennickendorf zusammengearbeitet, welche Erfahrung mit der Umsetzung vergleichbarer Vorhaben mit sich brachten. Die Planung und Umsetzung beruhen auf den aktuellen Erkenntnissen zu Ansprüchen der Artengruppe.








