Moorschutz
Kulturlandschaft mit hoher Biodiversität ist für uns Menschen Existenzgrundlage. Intakte Feuchtgebiete und Moore sind nicht nur die Wasserspeicher unserer Landschaft, sondern auch der beste Schutz bei Hochwasserereignissen.
Wasserrückhalt, Moorschutz, Klimaschutz, Grundwasserneubildung und Retentionsräume für Hochwasserereignisse sind elementar für den Schutz unseres Lebensraums. Seit über 30 Jahren ringen wir darum. Bereits vor 20 Jahren haben wir den dringenden Handlungsbedarf in unserer Machbarkeitsstudie für Moorschutz angemahnt. Entwässerung der Landschaft ist keine Option!
Besonders in den vergangenen einhundert Jahren haben wir Menschen unsere Landschaft durch Melioration entwässert. Moore wurden trockengelegt und intensiv als Acker oder Grasland genutzt. Die damit verbundenen ökologischen Auswirkungen sind gravierend und tragen aktiv zu den Klimaveränderungen bei. Stetig sinkender Grundwasserstand sowie Verlust an Feuchtgebieten und Gewässern sind das Ergebnis. Ausschließlich durch konsequente Wasserrückhaltung, Rückbau und Renaturierung der bis heute genutzten, antiquierten Entwässerungssysteme können wir die Fehler der Vergangenheit korrigieren und die tiefen Wunden in unserer Landschaft heilen. Das ist ein unausweichlicher Weg, um Lebensraum für unsere Nachkommen zu erhalten.
Der Grundwasserstand entscheidet nicht nur über den Bestand der Feuchtgebiete, Moore und Gewässer, sondern auch über Biodiversität und damit Lebensqualität.
Grundwasser ist nicht offensichtlich. Die zunehmend negative menschengemachte Wasserbilanz führt im Ergebnis dazu, dass Gewässer innerhalb weniger Jahre austrocknen, so wie der Fresdorfer See, ein Teil der Seddiner Seenkette. Damit das nicht so weiter geht, dafür setzen wir uns ein!