Brutvogelhabitat
Im östlichen Bereich der Gemeinde Tremsdorf, die zur Gemeinde Nuthetal im Landkreis Potsdam-Mittelmark gehört, wurden Maßnahmen zur Kompensation und Aufwertung von Brutvogelhabitaten realisiert. Die angestrebten Zielarten umfassen:
Feldlerche (Alauda arvensis)
Braunkehlchen (Saxicola rubetra)
Dorngrasmücke (Curruca communis)
Grauammer (Emberiza calandra)
Baumpieper (Anthus trivialis)
Feldschwirl (Locustella naevia)
Die ausgewählten Flächen befinden sich innerhalb des FFH-, SPA- und Naturschutzgebiets „Nuthe-Nieplitz-Niederung“ und sind Teil eines weitläufigen Grünlandkomplexes. Ziel der durchgeführten Kompensationsmaßnahmen ist es, die Verluste an Brutvogelrevieren, die durch ein Eingriffsvorhaben an anderer Stelle verursacht werden, auszugleichen.
Es war davon auszugehen, dass diese Fläche bereits von Brutvogelarten genutzt wird, da sie langjährig extensiv bewirtschaftet wurde. Allerdings gingen Zweitbruten durch großflächige Mahd Mitte Juni regelmäßig verloren. Aufgrund der großflächigen, einheitlichen Bewirtschaftung wies die Fläche eine sehr homogene Vegetationsstruktur auf. Sing- und Ansitzwarten waren nur in den Randbereichen vorhanden. Das Entwicklungspotenzial der Flächen war hoch. Die Maßnahmen sollen die Strukturvielfalt erhöhen und damit die Neuansiedlung der entsprechend genannten Arten fördern.
Für die Feldlerche wird eine extensive Nutzung des Grünlands gefördert, die ein bis zwei Mahd- oder Beweidungseinheiten pro Jahr beinhaltet. Beim Braunkehlchen wurden Robinienpfähle als Ansitzwarten in einem Brachestreifen installiert.
Einzelne Gehölze bleiben als Sitzwarten erhalten. Für den Baumpieper wurden im angrenzenden Waldstück Gehölze entfernt und aufgelichtet. Lichtbaumarten wurden punktuell gepflanzt, um die Vielfalt an Bäumen und Sträuchern zu steigern. Für die Grauammer und die Dorngrasmücke wurde eine mehrreihige Hecke mit einheimischen Arten wie Hundsrose, Schlehe, Weißdorn und Vogelbeere angelegt.
Seit 2021 werden die verschiedenen Maßnahmen, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Brutvogelarten abgestimmt sind, umgesetzt. Die Pflege der Flächen erfolgt von Herbst 2021 bis 2026 zur Herstellung und Entwicklung, gefolgt von einer Pflege zur Unterhaltung von 2027 bis 2046. Um die Effektivität der Artenschutzmaßnahmen zu evaluieren, wird die Pflege durch ein Monitoring begleitet.





