Grundschüler packen an: ein Zuhause für Käfer
Die 23 Kinder, die sich in diesem Schulhalbjahr für die Garten-AG entschieden hatten, packten gleich in der ersten Schulwoche tatkräftig an: Gemeinsam mit unseren beiden Umweltpädagogen bauten sie einen 5-Sterne-Käferkeller. Nach einer kurzen Einführung in die Welt der Käfer griffen alle zu Handschuhen, Eimern und Spaten. Während die einen die Grasnarbe wegstachen und das Loch gruben, sammelten die anderen Laub, Stöckchen und anderes Naturmaterial, das Käfer zum Wohlfühlen brauchen.
Nach drei Stunden eifrigster Arbeit waren die Baumstämme und -stümpfe im Boden befestigt und das Bauloch mit viel Material gefüllt. Ein für Vögel nicht mehr nutzbares Vogelhäuschen vom Schulgelände ergänzt die „Wohnanlage“. Die ersten Käfer zogen auch schon nach getaner Arbeit ein.
Zur Info:
Käferkeller werden Haufen aus Totholz genannt, die teilweise im Boden eingegraben werden. Viele Käferarten, die sich von Schneckeneiern oder (für uns als schädlich betrachtete) Insekten ernähren, leben und entwickeln sich in totem Holz. In unserer aufgeräumten Landschaft, Gärten und Parks ist Totholz jedoch selten geworden. Das bewusste Anlegen solcher Holzhaufen schafft neuen Lebensraum.